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Die internen Leistungsvereinbarungen an der Uni Graz

Und sie bewegt sich doch ... Sie erinnern sich? An das Schiff auf Postkarten und Plakaten? Es bildete das Symbol für die im Sommer 2000 gestartete strategische Entwicklung der Universität Graz. Als Gleichnis für einen etwas angerosteten, immerhin mehr als 400 Jahre alten Dampfer, der mit frischer Farbe ­ innovativen Inhalten ­ für den bildungspolitischen Ozean flotter gemacht werden sollte. Aktiv gestalten, nicht nur auf Druck reagieren, sondern von sich aus agieren ­ Rektor Lothar Zechlin bestimmte gemeinsam mit Reeder Senat, der das letzte Wort in der Beschlussfassung hatte, das Motto des Kurses.

Mit den am 17. Dezember 2002 unterschriebenen Leistungsvereinbarungen liegt nun die Zielrichtung vor, wohin die Uni Graz steuern will. Die Leistungsvereinbarungen stellen keinen Vertrag im Rechtssinne dar, sondern leben vom gegenseitigen Vertrauen der Unterzeichnenden: Rektor, Dekane – schon ohne Medizin – und LeiterInnen der Dienstleistungseinrichtungen. „Weder eine österreichische noch eine andere deutschsprachige Universität hat einen Prozess in dieser Intensität und mit diesem Ausmaß durchgeführt“, zog Zechlin Bilanz. Es handelt sich vorrangig um neue Leistungen, die bis Ende 2004 zu erbringen sind.

Unter anderem werden mehrere Bakkalaureatsstudien angekündigt: Kulturwissenschaften (Theol mit Gewi); Rechtswissenschaften (Rewi); Pädagogik, Romanistik, Informations- und Wissensmanagement, Musikwissenschaften, Gender Studies (alle Gewi); Wirtschaftspädagogik (Sowi); Psychologie, Physik, Geographie, Mathematik, Chemie (Nawi).Neben den sich herauskristallisierenden Schwerpunkten wie südöstliches Europa sollen zum Beispiel Lateinamerika (Gewi) etabliert werden.

Es ist beabsichtigt, den Prozess der Leistungserstellung während der Laufzeit dieser Vereinbarung gemeinsam zu beobachten, versichert die Uni-Leitung. Zu diesem Zweck werden nun gemeinsam mit Fakultäten und Dienstleistungseinrichtungen Vorschläge für Methoden und Instrumente des Projektmanagements erarbeitet. Die internen Leistungsvereinbarungen bilden die Basis für den vom Senat geforderten Entwicklungsplan. Dieser wird in die zehn bekannten Leistungsbereiche gegliedert, in denen die neuen Leistungen übernommen werden. Ende März wird der Entwicklungsplan schließlich dem Senat zur Beschlussfassung vorgelegt.

Die Gesamtversion der internen Leistungsvereinbarungen zum Downloaden (1,3 MB)
Die Strukturdaten der bestehenden Leistungen