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für
Römisches Recht, Antike Rechtsgeschichte und Neuere
Privatrechtsgeschichte Forschung des Instituts |
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Wie auch
aus der Institutsbezeichnung hervorgeht, wird Römisches Recht
nicht
als abgeschlossenes, isoliertes historisches Faktum erforscht, sondern
in seiner gesamten Entwicklung aus der griechisch-römischen Antike
bis in das heutige Privatrecht. Die im Institut tätigen
Forscherinnen und Forscher verwirklichen dieses gemeinsame Ziel von
unterschiedlichen Aspekten her: Einen Schwerpunkt bildet die Geschichte
der privatrechtlichen Institutionen und Dogmen, wobei auch die
nötigen Bezüge zum Straf-, Verwaltungs-, Verfassungs- und
Prozeßrecht hergestellt werden. In Österreich einmalig wird
auch die Vertragspraxis des römischen Wirtschaftslebens
(überliefert in zahllosen griechischen Papyrusurkunden) und des
vorrömischen Prozeßrechts (Steininschriften aus dem gesamten
altgriechischen Raum) mit herangezogen.
Vom antiken Hintergrund abgehoben, entwickelten die Schriften der klassischen römischen Juristen ihr Eigenleben in der europäischen Rechtswissenschaft und -praxis. Aufgabe des Instituts ist folglich die Erforschung der Rezeption des römisch-gemeinen Rechts, besonders in Österreich, und der Beziehung zwischen dem Usus modernus pandectarum und dem Naturrecht sowie der Geschichte der Rechtswissenschaft als eigenständige europäische Disziplin. Die Breite dieses in sich eng zusammenhängenden Gebietes kann kompetent nur von einem engagierten Forscherteam, wie es derzeit vorhanden ist, gepflegt werden. Die internationale Anerkennung, die dieses Team genießt, schlägt sich auch in der regelmäßigen Veranstaltung von Symposien nieder (Altgriechisches Recht, Römisches und modernes Strafrecht) und in der engen Einbindung einzelner Institutsmitglieder in internationale Forschungsprojekte (Mainzer, Berliner und Wiener Akademie der Wissenschaften). Auch an der Herausgeberschaft international führender Zeitschriften und Reihen ist das Institut wesentlich beteiligt ("Savigny-Zeitschrift für Rechtsgeschichte", "Symposion", "Forschungen zur neueren Privatrechtsgeschichte", alle Böhlau-Verlag, "Münchener Beiträge", C.H. Beck-Verlag). Publikationen erhielten nationale und internationale Preise, Forscherinnen und Forscher wurden von ausländischen Stellen (Institute for Advanced Study, Princeton; Humboldt-Stipendium) zu längeren Aufenthalten in den USA und Deutschland eingeladen. Selbstverständlich fließt die spezielle Forschungstätigkeit in den akademischen Unterricht ein, der vom Institut auf höchstem Niveau geboten wird. Als Besonderheit sind die vom Institut getragenen internationalen Sommerseminare zu erwähnen (1997 Bratislava, 1998 Szeged, 1999 Retzhof, 2000 Milano, 2001 Ljubljana, 2002 Szeged, 2003 Belgrad, 2004 Tunis), in denen Studenten mehrsprachig an die romanistische Forschung herangeführt werden. Zusammenfassend kann man die Forschungstätigkeit des Instituts mit dem Schlagwort versehen: Römisches Recht: antikes Umfeld
und europäische Wirkungsgeschichte
Ass.-Prof. Dr. Hannes Hinker:
Ao. Univ.-Prof. Dr. Evelyn Höbenreich:
Ao. Univ.-Prof. Dr. Martin Pennitz:
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IRENE KÜNL / 18.12.2007 |